Argumente

Für ein zeitgemäßes Städtisches Stadion

Aus unserer Sicht kann es normalerweise keine zwei Meinungen in dieser Frage geben: Braunschweig muss seine Wettbewerbsfähigkeit zu Wolfsburg, Magdeburg und Hannover wieder herstellen!

Ganz sicher wird kein neuer Luxustempel wie in Wolfsburg oder Hannover benötigt, es geht schließlich kostengünstiger und einfacher über die Modernisierung! Das Städtische Stadion muss wieder zu einem Aushängeschild für Stadt und Region werden, damit es auch über die örtlichen Sportvereine hinaus vermietbar werden kann – und dabei sogar noch kostengünstiger für die Stadt wird.


I. Die Modernisierung ist längst überfällig
Soziale Projekte, technische Ausstattung und Vermietbarkeit

Um die Kosten für die Stadt Braunschweig durch Vermietung über den Sport hinaus zu verringern, müssen zeitgemäße Toiletten, auch für körperlich beeinträchtigte Menschen, ein Standard sein. Die hygienischen Verhältnisse in den Stadiontoiletten sind miserabel und zum großen Teil bereits dreißig Jahre alt – ihre Sanierung ist absolut überfällig! Ebenfalls längst selbstverständlich ist eine zeitgemäße Gastronomie, in der man bei Minusgraden nicht im Freien stehen muss – in vergleichbaren Stadien ist dies längst üblich!

Logen sind, wie im Theater, der Volkswagenhalle, oder der Stadthalle, auch in Stadien seit zwanzig Jahren ein Standard – schon deshalb, weil man diese außerhalb der Sportveranstaltungen für kleinere Kongresse vermieten kann (Selbstfinanzierung ist das Stichwort!).

Eine Kindertagesstätte ist in Stadien mittlerweile eine Selbstverständlichkeit!

Dass die Technik des Stadions längst an ihre Grenzen gestoßen ist und modernisiert werden muss, zeigte die TV-Übertragung eines Pokalspiels 2005, als die Flutlichtanlage zusammenbrach. Ein Höhepunkt der provinziellen Braunschweiger Peinlichkeiten und das live in der ganzen Republik!

Ökologisch ist das Stadion derzeit weit hinter der Zeit. Ohne eine zeitgemäße Wärmedämmung werden nicht nur die Funktionsräume, sondern auch die halbe Straße beheizt – das kann nicht im Sinne des Erfinder sein! Eine solcher Zustand ist teuer, auf dem Stand der siebziger Jahre und belastend für die Umwelt. Dass es in die Räume derzeit sogar noch hinein regnet, geht da schon fast als traurige Randnotiz unter.

So kann die Stadt Braunschweig kein Stadion über die Sportvereine hinaus vermieten! Im Gegenteil: Braunschweig verbreitet bundesweit ein rückständiges Bild über sich, zum Schaden aller Bürger, Unternehmen und der eigenen Reputation. Und die Kosten werden so schon gar nicht reduziert.


II. Der Stadt einen besserer Auftritt
Städtebau und Urbanität

Wer vom Flughafen Hannover über die A2 den Norden der Stadt betritt, dem fällt alles Mögliche auf, aber sicher nicht, dass dies eine Stadt ist, in die man sich auf den ersten Blick verlieben wird. Zwischen zersiedelten Stadtteilen zwängen sich gewerbliche Zweckbauten, die Gifhorner und Hamburger Straße bieten ein städtebaulich trostloses Bild, deren negative Strahlkraft die Immobilienpreise am Schwarzen Berg und dem Siegfriedviertel entsprechend negativ beeinflussen.

Die Stadt muss bei ihrer Begehung von Norden ein attraktiveres Bild abgeben, als bisher! Das geht nur über positive Stadtplanung und Architektur. Die Modernisierung des Stadions, mit ihrer attraktiven neuen Fassade und Wirkungskraft, wird hier einen klaren Schritt nach vorne darstellen.


III. Kosten und seriöse Wahrheiten
Von Bösartigkeiten und Fakten

Die Diskussion um das liebe Geld – klar, bei Großprojekten dieser Art dreht sich alles um die Kosten und den Sinn der Investition. Leider kursieren einige unwahre Parolen von „Luxussanierung“ über „16 Millionen Euro für Logen“, bis hin zur Behauptung, dass der „Fußball in Braunschweig subventioniert“ werden würde. Das ist grober Unfug und unseriöses Gerede von Leuten, die die Fakten offenbar nicht verstehen können oder wollen!

Wahr ist, dass die Gesamtkosten 16 Millionen Euro betragen, Eintracht Braunschweig davon aber zwei Millionen Euro übernimmt.
Wahr ist, dass die Modernisierung für die Stadt somit 14 Millionen Euro kostet.
Wahr ist, dass der Anteil für Logen nicht einmal zwei Millionen Euro beträgt.
Wahr ist, dass somit mehr als 12 Millionen Euro in soziale Räume, Begegnungsstätten, die städtebauliche Verbesserung und Sanierung des gesamten Stadions investiert werden.

Aus unserer Sicht stimmt dieses Verhältnis und sollte von jedem Bürger als notwendig erachtet werden! Der Versuch, Schulen und Hartz4-Empfänger gegen ein modernisiertes Stadion auszuspielen, spekuliert darauf, dass Braunschweiger den politischen Prozess nicht genug verfolgen – daran glauben wir aber nicht!

Wahr ist, dass in den nächsten Jahren immerhin 122 Millionen Euro in die Sanierung von Schulen und Kindergärten investiert wird, also fast das Zehnfache der gesamten Stadionkosten.
Wahr ist, dass auch Hartz4-Empfänger ins Stadion gehen, die Toiletten dort nutzen, ihre Kinder in der Kita abgeben können und nach dem Spiel nicht im Kalten stehen wollen.
Wahr ist aber auch, dass selbst bei einer Ablehnung der Modernisierung, Hartz4-Empfänger im nächsten Jahr zu Weihnachten keinen Gänsebraten im Backofen haben werden oder Winterstiefel bekommen, da das für die Modernisierung vorgesehene Geld in Rücklagen und nicht in andere Töpfe und damit auch nicht in die Sozialpolitik fließen wird!

Wer einen anderen Anschein erweckt, will keine Politik für Braunschweiger machen, sondern Braunschweiger irreführen und aus der sozialen Not der Menschen, zum eigenen Vorteil Kapital schlagen. Daher:

Braunschweiger pro Stadion-Modernisierung!
Die Initiative für ein zeitgemäßes Stadion

Gehen Sie daher am 06. Februar 2011 zur Wahl! Stimmen Sie mit „Ja“!



Im folgenden Verlauf haben wir eine kleine Bilderauswahl zusammengestellt, die den jetzigen maroden Zustand des Stadions und des Stadionumfeldes dokumentiert:


Frontansicht Hamburger Str.


Pfützen und Schlamm auf dem Stadionvorplatz


Keine Unterstellmöglichkeit für Müllbehälter


Zerbröckelnde Bausubstanz im Eingangsbereich


Gefährliche Freiluftverlegung von Stromleitungen


Massive Wasserschäden


Frostschäden und abbröckelnde Bausubstanz


Kinderland in Container untergebracht (links) / keine Sammelstelle für Müllbehälter (rechts)


Sehr unvorteilhafte Lage des Gastronomiebereichs


4-5 Arbeitsplätze, untergebracht auf ca. 20 m² Bürofläche


Viel zu kleiner Pausenraum / Küche der Mitarbeiter