Kosten & Fakten

In der Folge nun die Aufschlüsselung der Baumaßnahmen und dazugehörigen Kosten.


1. Anpassung der Räumlichkeiten an die Vorgaben des DFB und der DFL, mit Mixed Zone, Pressekonferenzräume und Reporterbüros.

Hierbei handelt es sich um europäischen Standard, den Stadien erfüllen müssen, um Sport- bzw. Fußballveranstaltungen durchführen zu können. Auch bei Musikveranstaltungen wird dies zunehmend erwartet.

Kosten: 2.811.600 €


2. Verlegung des Kinderhorts

Bis vor kurzer Zeit mussten die Kinder in einem Zelt untergebracht werden, dass in Sommer zu heiß und im Winter extrem fußkalt war. Derzeit kommen die Kinder in einen Container.

Kosten:129.785 €


3. Erweiterungen der Sporteinrichtungen mit Kraftraum

Die Funktionsräume für den Sport sind weit hinter der Zeit. Zum Teil hat Eintracht Braunschweig diese Umbaumaßnahmen schon selbst eingeleitet, bezahlt und umgesetzt.

Kosten: 372.500 €


4. Erstmalige Bereitstellung von Sozial- und Umkleideräumen für das Personal

Ein Hausmeister oder Greenkeeper muss sich umziehen können und auch einen vernünftigen Raum für die Pause haben.

Kosten: 550.000 €


5. Erweiterung der WC Anlagen, einschließlich Ergänzungsarbeiten Ost und Süd

Die Situation der Toiletten ist teilweise menschenunwürdig.

Kosten: 1.013.000 €


6. Bereitstellung von weiteren 30 Rollstuhlfahrerplätzen auf der Haupttribüne, Behinderten WC’s

Menschen mit körperlichen Handicaps werden derzeit in einen Container geschickt.

Kosten: 156.000 €


7. Ertüchtigung der Stromversorgung, Notstromversorgung

Bekanntlich brach die Stromversorgung bei einen Pokalspiel live im TV zusammen.

Kosten: 730.500 €


8. Erneuerung der Sicherheitseinrichtungen, Beschallung und Videokameras.

Bekanntlich ist die Beschallungsanlage derart überaltert, dass man auf vielen Tribünen nichts mehr versteht.

Kosten: 702.000 €


9. Schaffung eines Aufenthalts-/ Tagungs- und Gastronomiebereichs in zwei Ebenen.

Derzeit stehen die Menschen auch bei -10°C draußen und trinken vor und nach dem Spiel etwas. Dies geschieht seit Jahrzehnten in der Umgebung einer Tiefgarage. Um dies zu Ändern muss die Haupttribüne entkernt werden. Danach wird eine große Gastronomie für alle Besucher des Stadions eingebaut. Außerdem wird in der zweiten Ebene eine weitere Gastronomie eröffnet, die auch als kleinerer Tagungsraum genutzt werden kann. Dies wird die Vermietbarkeit des Stadions außerhalb der Spieltage deutlich erhöhen.

Kosten: 2.100.000 €


10. Rückbau der oberen Reihen der Haupttribüne, um Platz für den Einbau von Logen zu schaffen

Eine übliche Standardmaßnahme die seit mindestens 15 Jahren überfällig ist und daher notwendig, um mit den Nachbarstädten wettbewerbsfähig zu sein. Den Innenausbau übernehmen Sponsoren oder Eintracht für die Sponsoren. Die Stadt erstellt die Räume bis zum nackten Putz.

Kosten: 1.900.000 €


11. Überbauung der Marathontore mit Tribünen und Überdachung, dadurch schließen des „Stadionrunds“

Die derzeitigen Öffnungen sorgen für erheblichen „Zug“, umfangreich, für die Plätze an den dortigen Stellen. Im Winter sind diese Plätze praktisch nicht belegbar.

Kosten: 396.000 €


12. Neugestaltung des Vorplatzes und Aufwertung der städtebaulichen Situation, Parkplätze, allgemeiner Ausbau der Haupttribüne für eine zukunftsfähige Spielstädte, zeitgemäße Fassade der Haupttribüne.

Anstelle der jetzigen Rampe soll eine große Fan-Meile mit einer Videoleinwand entstehen. Hier werden zukünftig Fan-Partys gefeiert und Happenings veranstaltet. Außerdem wird ein gepflasterter Parkplatz gebaut, der das Laufen durch Morast, Pfützen und grobem Schotter zukünftig vergessen lässt. Wie unter Punkt 10 beschrieben, soll Daher die Vorderseite der Haupttribüne mit einer Vorhangfassade versehen werden, um die Kälte abzuhalten.

Kosten: 3.227.615 €


13. Altlastenbeseitigung Vorplatz

Unter der aktuellen Rampe befindet sich die alte Haupttribüne. Durch den offenen Parkplatz (Öl, Bremsflüssigkeit usw.) und alte Schotter- und Schlackeschüttungen ist der Boden belastet. Dieser muss ausgebaggert und entsorgt werden.

Kosten: 411.000 €


Gesamtkosten: 14.500.000 €


Um ein vergleichbares Stadion mit ähnlicher Verkehrsanbindung, ähnlicher Lage, ähnlichen Möglichkeiten und vergleichbaren Standards zu erreichen mussten die Nachbarstädte Wolfsburg, Magdeburg und Hannover zwischen 30.000.000 € und 65.000.000 € ausgeben.

Braunschweig hat sich also eine vernünftige, maßvolle Billiglösung entschieden, die aber höchst attraktiv ist und damit wettbewerbsfähig.

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